SMV in der Lokalpresse

Hier veröffentlichen wir die über unsere SMV erschienen Presseberichte:

“Alkoholsucht zerstört euer Leben”


Herrenberg: Weimarer Kulturexpress macht Halt in der Mensa am Andreae-Gymnasium


Von David Nau

Alkoholsucht zerstört euer Leben!“ So die Botschaft der beiden Weimarer Schauspieler Julia Stenke und Henrik Hänel. Die zwei jungen Künstler, die mit ihrem Programm durch Schulen in ganz Deutschland touren, führten am Freitag der Klassenstufe 8 am Andreae-Gymnasium Herrenberg ihr Theaterstück mit dem schlichten Titel „Alkohol“ auf.

Der Inhalt zeigte sich weniger schlicht: So thematisierte das Stück die Flucht in den Alkoholrausch und die Folgen der Alkoholsucht schonungslos. Hauptfiguren des Dramas sind Stefan-Spitzname: Johnny- und Steffi -Spitzname: Tequila. Stefan, ein 18-jähriger junger Mann aus gut betuchtem Elternhaus lebt zwischen einer Mutter, die in ihm noch immer ihren kleinen Jungen sieht, und einem Vater, der versucht ihn mit rigorosen Strafen zu erziehen. Er erhofft sich Anerkennung von seinen Freunden, fängt an zu trinken und gerät so auf die schiefe Bahn. Steffi hingegen kann von solchem Interesse ihrer Eltern nur träumen: Ihre Mutter ist alleinerziehend und hat wenig Zeit für ihre Tochter. Steffi lernt sehr früh auf eigenen Füßen zu stehen und findet in Stefan die Liebe die sie zu Hause nicht bekommt. Die beiden verlieben sich und wie erwartet schifft auch Steffi in die Alkoholsucht ab. So nimmt das Schicksal seinen Lauf und der Alkohol wird für die beiden ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Egal ob zum Abschalten nach der Schule oder zum Aufputschen am Abend.

Große Gefühle und eine Prise Humor


Die 26- und 24-jährgigen Schauspieler aus Weimar zeigten mit viel schauspielerischem Talent, großen Gefühlen und einigen Prisen Humor welche gravierenden Folgen Alkoholmissbrauch haben kann, bis hin zum offenen Ende, in dem Steffi mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus landet und um ihr Leben kämpfen muss. Das Stück lässt offen ob Steffi ihre Sucht überlebt hat oder ob sie an den Folgen des exzessiven Konsums gestorben ist.

Das sie mit ihrem Theaterstück nicht direkt etwas bewirken können ist den Beiden Weimarern durchaus bewusst. „Das einzige das unser Drama bewirken kann ist, dass es betroffen macht und den Ein oder Anderen dazu anregt über sich und seine Freunde nachzudenken.“ Im Anschluss an die Vorstellung bestand noch die Möglichkeit Fragen an die Schauspieler zu richten. Dabei kam es zu einigen unqualifizierten Zwischenrufen, welche Henrik Hänel aber erklären konnte. „Das ist typisch für ein gymnasiales Publikum. Gerade die Jungen im Alter von 14 oder 15 Jahren geben ungern zu, dass ihnen das Stück zu Herzen geht“, sagte der 24-jährige. Dann lasse man schnell einen coolen Spruch ab um seine Betroffenheit zu überdecken. Diese Betroffenheit wolle man aber genau erreichen, fügte seine Kollegin Julia Stenke hinzu.

Mangelhafte Kontrollen?


Auf die Frage nach der Verantwortung des Gesetzgebers sind sich die beiden Jungschauspieler jedoch uneins. So findet Julia Stenke, dass der Gesetzgeber eindeutig in der Pflicht stünde. „Es ist viel zu früh mit 16 Jahren bereits die Möglichkeit zu haben, sich in einen Vollrausch zu trinken“, erläutert Stenke, deren Vater selbst schwer alkoholabhängig war aber noch gerade rechtzeitig im letzten Moment die Kurve gekriegt hat. Henrik Hänel sieht das Problem weniger bei der gesetzlichen Grundlage als bei den Kontrollen dieses Gesetzes. „Gerade bei Stadtfesten in ländlichen Regionen sind die Kontrollen mangelhaft“, attestierte der Weimarer.

Zum Schluss gaben die Beiden ihren etwa 130 Zuschauern noch ein abschreckendes Beispiel mit auf den Weg. „Bei einer Vorstellung an einer Schule wurde mir erzählt, dass ein Mädchen der Schule sich bei einer Party betrunken hat, eingeschlafen ist und vergewaltigt wurde“, berichtet Julia Stenke. Sie wünsche den Achtklässlern, dass sie ihren Alkoholkonsum in soweit unter Kontrolle behielten, dass ihnen so etwas niemals passiere.

Aus: Gäubote; Die Herrenberger Zeitung, Lokales, 12.Februar 2011


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Dickes Lob von Rektorin


Herrenberg: Erfolgreiche Workshoptage am AGH


Von David Nau

Sie lobte ihre in der SMV engagierten Schüler ausführlich: Angela Schulz, ihres Zeichens Schulleiterin des Andreae-Gymnasiums gefielen am besten die tollen Präsentationen der einzelnen Arbeitskreise. „So sicher vorgetragen und so kompakt habe ich das selten erlebt.“ „Ihr bekommt ein sattes und fettes Lob von eurer Schulleitung“, so die Rektorin vor den etwa 80 Klassen- und Kursprechern. Gemeint waren selbstverständlich die soeben zu Ende gegangenen Workshop-Tage der Schülermitverantwortung am Andreae-Gymnasium. Die bereits zum zweiten Mal stattfindende Veranstaltung wurde auch in diesem Jahr wieder vom Schülersprechergespann um Julian Marstaller organisiert und durchgeführt. „Wir haben die Workshop-Tage  in diesem Jahr sehr bewusst auf zwei Tage ausgeweitet, da wir den Schülern eine Möglichkeit bieten möchten sich besser kennenzulernen“, erzählt Marstaller. Seine beiden Stellvertreter Kathleen Trommer und Jakob Jung ergänzen: „Außerdem möchten wir eine produktive Arbeitsatmosphäre schaffen. Dies ist an einem Tag nur schwer möglich.“

Neun Arbeitskreise


Überhaupt hatten sich die drei programmatisch viel für die Klassen- und Kurssprecher des AGH überlegt. Aus insgesamt neun verschiedenen Arbeitskreisen konnten die SMV-Mitglieder auswählen. So gab es für jeden das passende Angebot. Vom Party-AK über den Mittelstufen-AK bis hin zum Medien-AK gab es ein breit gefächertes Angebot an Mitgestaltungsmöglichkeiten.

Und die Schüler nutzten die Möglichkeit der Mitbestimmung sehr rege. So gab es in der Feedbackrunde, was alles an der Schule zu verbessern sei, sehr detailierte und ausführliche Beschwerden der Schülerschaft. Ein großes Problem war demnach die Bücherversorgung, welche von der Stadt erst in den letzen Wochen mit Hilfe eines Nachhaushaltes gelöst werden konnte.  Des Weiteren wünschten sich die Schüler ein bunteres und schöneres Schulhaus. Schulz musste diesen Wunsch aber mit Blick auf die Vorschriften der Stadt Herrenberg enttäuschen. „Wir dürfen nicht einfach so eine Wand in einer neuen Farbe streichen“, so die Schulleiterin.

Eigene Website


Bei der Vorstellung der Arbeitsergebnisse fanden vor allem die Ideen des Projekttag-AK eine breite Zustimmung des Schülerrates. So überlegen die AGH-Schüler eine Projektwoche zum Thema „Afrika“ zu gestalten. Ein weiterer Punkt war die mediale Weiterentwicklung der SMV. Diese ist nun mit Einrichtung einer eigenen Website sowie einem Facebook-Konto einen großen Schritt weiter gekommen. „Wir möchten die SMV durch die Internetseite für die Schüler leichter zugänglich machen und transparenter gestalten“, so der Schülersprecher Julian Marstaller.

Und auch die Schüler waren hoch zufrieden mit ihren Workshop-Tagen. „Es hat total Spaß gemacht und die Arbeitsatmosphäre war sehr angenehm und produktiv“, schwärmte die 16-jährige Sophia Hösi und Katharina Stolz die ebenfalls die Jahrgangsstufe 1 besucht, fügte noch hinzu: „Ich finde es toll, dass wir Schüler hier die Möglichkeit haben wirklich etwas zu bewegen und mitzuentscheiden.“

Aus: Gäubote; Die Herrenberger Zeitung, Lokales, 17.November 2010

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